Tuesday, 3. january 2012 2 03 /01 /Jan. /2012 03:02

... oder von einem, der auszog, das Lieben zu lernen.

 

Wenn einen bei Anbruch des neuen Jahres die Wonnen der Wehmut und der Melancholie packen ist es selbstverständlich immer gut, jemanden an seiner Seite zu haben, an dessen Schulter man sich lehnen kann.


Auch eine einzige harmlose Umarmung, ein sanftes Köpfchenstreicheln oder ein gar zaghaftes Schulterklopfen können Wunder bewirken, sobald die Glocken Mitternacht schlagen und der Himmel beginnt, in unzähligen Farben und Formen zu leuchten und die Menschen sich weltweit in die Arme fallen, um gemeinsam dem Neuanfang entgegenzujubeln.

Doch just in solchen Momenten, in denen man die Gunst der Stunde noch einmal nutzt, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, gelangt man in vielerlei Hinsicht zu so mancher Erkenntnis.

Und entschließt sich, entgegen aller Vorurteile und verpasster Gelegenheiten, drei Vorsätze für das neue Jahr mitzunehmen.

 

1. Man lernt aus begangenen Fehlern und Fehltritten, doch vor allem lernt man, dass die Welt schlecht ist. Und erkennt immer wieder, dass man sie nicht ändern kann, ganz gleich, wie sehr man sich auch bemüht. Drum ändert man nicht die Welt, sondern einfach sich selbst. Was die Welt braucht ist keine Sympathie, kein Mitgefühl, keinen Altruismus, keine Selbstlosigkeit, keine Ausnahmen, sondern genau das Gegenteil. Nichts bleibt so, wie es ist. Ellenbogen ausfahren. Frischer Wind. Das ist der Weg nach ganz vorne.

 

2. Man mag die Welt nicht ändern können, doch kann man die Geschichte verändern und neuschreiben. Oder alte Geschichten einfach nicht in Vergessenheit geraten lassen. Drum nimmt man den Stift endlich selbst in die Hand und lässt es nicht mehr zu, dass sich Kapitel von allein schließen und vor allen Dingen überlässt man nichts mehr dem Zufall. Was wir brauchen sind nicht nur Worte, sondern auch Taten. Nichts bleibt mehr unversucht, kein Kapitel bleibt unvollendet. Logik statt Glück. Kopf statt Herz. Das ist der Weg nach ganz oben.

 

3. Man mag im Leben viel planen können und in allen möglichen Lagen dem Kopf den Vorrang geben. Doch las ich dieses Jahr einen Vorsatz, der mich nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch ins Grübeln gebracht hat. Drum nehme auch ich mir für 2012 Folgendes vor: mich zu verlieben. Ohne Ellenbogen. Ohne Kopf. Von ganzem Herzen. Denn irgendwo unter dieser ach so rauhen Schale steckt immer noch der ganz weiche Kern. Das ist der richtige Weg.

 

Denn wenn einen bei Anbruch des neuen Jahres die Wonnen der Wehmut und der Melancholie packen wäre es selbstverständlich immer gut, jemanden an seiner Seite zu haben, an dessen Schulter man sich lehnen kann.

 

Happy New Year, liebe Freunde.




veröffentlicht in: Szenen, die das Leben schreibt - von VivaLaViDaniel
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Wednesday, 23. november 2011 3 23 /11 /Nov. /2011 02:13

Liebes Leben,

 

zuweilen schreibst du äußerst bizarre Geschichten.


Während man sich mehr als bloß fest vorgenommen hatte, die gleichen wehleidigen Fehler nicht immer und immer wieder zu begehen und stattdessen endlich gelernt hat, seinen Fokus auf andere Bereiche des Alltags zu legen, schaffst du es doch tatsächlich, einem erneut einen gewaltigen Strich durch die Rechnung zu ziehen.

Welch überaus unsittliches Verhalten, liebes Leben.


Wie der Zufall es so will kreuzen sich die verschlungenen Wege mancher Menschen, mit denen man nicht einmal in seinen kühnsten Träumen gerechnet hätte. Ob solch waghalsige Kreuzungen sich letzten Endes als positive Bereicherung oder eher als grober Schnitzer herausstellen, bleibt stets ungewiss. Mag man im Moment noch nicht einmal darüber reden geschweige denn darüber philosophieren, lassen sich selbst die geheimsten Gedanken davon natürlich nicht so einfach leugnen. Schon gar nicht vor sich selbst. 


Selbstverständlich ist man stets darin bemüht, möglichst locker und lässig damit umzugehen - immerhin möchte man sich keiner Blöße hingeben und vor allem möchte man niemals seine eigenen Schwächen preisgeben. Schon gar nicht vor dir.

Allerdings entschärft solch auf "abwehrhaltung-gepoltes Verhalten" keineswegs die schier ausweglose Situation, in der man sich momentan befindet.

Hals über Kopf stürzt man sich folglich in das, was man für weitaus sinnvoller erachtet und droht erneut, in den monströsen Strudel hineinzugeraten, aus dem man sich vor einiger Zeit mühevoll selbst retten musste.

Du erinnerst dich garantiert. Das Kapitel sind wir bereits einige Male durchlaufen.


Wie aus dem Nichts tauchen in wirren Gedanken Bilder und Wunschvorstellungen auf, die man durch die sporadische Flucht in die geliebte Arbeit zu kompensieren versucht und ehe man sich versieht steht man genau an der selben Stelle, an der man sich auch vor etlichen und gefühlt ewigen Monaten bereits befand.

Kreisten die Gedanken in jener Zeit jedoch noch um andere Bahnen, kommt es nicht gerade selten vor, dass der Ausblick auf die Zukunft ebenso deprimierend ist wie eh und je.

Vermutlich wird der Ausgang vergleichsweise unrosig wie all die unzähligen Male davor, doch immerhin ist man dieses eine Mal hoffentlich bereits bestens vorbereitet und auf Enttäuschung, Frust und Schmerz gefasst.

 

Also, liebes Leben.

Hit me baby, one more time.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

dein größter Verehrer und Feind zugleich

veröffentlicht in: Szenen, die das Leben schreibt - von VivaLaViDaniel
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Wednesday, 10. august 2011 3 10 /08 /Aug. /2011 02:09

Day 6 - Song by Someone You'd Like to Marry

 

Lee Ryan - Army Of Lovers


 

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Tuesday, 9. august 2011 2 09 /08 /Aug. /2011 01:50

Day 5 - Favorite Slow Song

 

All 4 One - I Swear


 

veröffentlicht in: 60 Day Song Challenge - von VivaLaViDaniel
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Monday, 8. august 2011 1 08 /08 /Aug. /2011 11:53

Day 4 - Newest / Most Modern Song You Love

 

Jupiter Jones - Still



 

 

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  • : Hier dreht sich (fast) alles höchst dramatisch formuliert um das wilde, abenteuerreiche, komplizierte und nicht immer nur unbekümmerte (Studenten-)Leben eines jungen, noch nicht vollends gereiften Menschen auf der Suche nicht nur nach sich selbst - sondern manchmal auch einfach nur nach dem nächstbesten Zigarettenautomaten. Kurzum: es geht um das Leben mit all seinen Gesichtern und Facetten. Und um etliche Nichts.
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